Initiative für die Solarenergie

22. Juni 2011

Blythe Solar Power Project | Der Spatenstich ist getan

Filed under: Arten der Energiegewinnung — Max @ 10:00  Tagged ,

Nachdem im vergangenen Jahr die Genehmigung für das Blythe Solar Power Project erteilt wurde, ist nun der Spatenstich gefallen und somit wurde die Bauphase des Megaprojekts eingeleitet.

Eckdaten vom Blythe Solar Power Project

Der Name Blythe Solar Power Project steht für das größte geplante Solarkraftwerk mittels Solarthermie der Welt. Standort ist Blythe, ein Wüstengebiet im Osten des amerikanischen Bundesstaats Kalifornien, etwa 350 Kilometer von der Megametropole Los Angeles entfernt. Die Anlage soll eine Gesamtleistung von 1 Gigawatt erbringen, also alles andere als Kleinmist. Das Projekt besteht aus mehreren kleineren Kraftwerken, da es nur so möglich ist, die hohe Gesamtleistung zu erreichen. In der ersten Bauphase werden zwei Kraftwerke mit einer Leistung von je 242 Megawatt erstellt werden, die den Bundesstaat dem Ziel wieder etwas näher bringen werden, bis ins Jahr 2020 gute 30 Prozent der Energie durch die Sonne und den Wind zu decken.

Hinter dem Blythe Solar Power Project

Kraftgeber der riesigen Solaranlage ist das Unternehmen Solar Trust of America, welches eine Tochterfirma von Solar Millenium ist, weshalb auch der Boss der Muttergesellschaft, Christoph Wolff, beim Spatenstich in Kalifornien dabei war. Natürlich stemmt kaum ein Unternehmen ein solches Projekt aus eigenen Finanzmitteln, was auch keinen Sinn machen würde. Die Baukosten der ganzen Anlage liegen bei etwa 2,8 Milliarden Dollar, wofür im April die amerikanische Regierung bezüglich der Kreditgarantien eine Zusage über 2,1 Milliarden Dollar gemacht hat, was wohl absolut existenziell für das Projekt und der endgültige Startschuss dafür war.

Volle Inbetriebnahme vom Blythe Solar Power Project

Die geplante Fertigstellung vom Blythe Solar Power Project liegt im Jahr 2013 und bis dann gibt es ganz offensichtlich noch eine ganze Menge zu tun, schließlich umfasst das Gelände der Anlage 28,43 Quadratkilometer und diese wollen zu großen Teilen bebaut werden. Einen ergänzenden Artikel zum Projekt findest du hier.

15. Juni 2011

Atomausstieg und was dies für die regenerativen Energien bedeutet

Filed under: Allgemein — Max @ 10:55  Tagged

Der Atomausstieg wurde soeben zur beschlossenen Sache erklärt. Infolge der Atommeilerkatastrophe im japanischen Fukushima werden bis ins Jahr 2022 in Deutschland alle Atomkraftwerke vom Netz genommen werden.

Ist der Atomausstieg der Triebwind für die Solarbranche?

Die kurzfristige Annahme, dass infolge vom Atomausstieg die regenerativen Energietechniken zwangsläufig stärkere Verbreitung erfahren werden, ist naheliegend aber äußerst trügerisch und unsicher. Die Börsen reagierten sofort mit durch die Decke steigenden Kursen aller möglichen Unternehmen im Bereich der Solarenergie und anderer regenerativer Techniken, allerdings sind solche Trends bekanntlich nur kurzfristige Pulsschläge.

Nach dem Atomausstieg: Kohle, Solar oder Wind?

Der Atomausstieg bringt noch lange nicht auch einen Trend hin zu einem umwelttechnisch verantwortungsvolleren Umgang mit Rohstoffen und Energie im Allgemeinen mit sich. Das Abdriften hin zum vermehrten Einsatz von Kohle ist fast schon vorprogrammiert, insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass viele neu geplante Kohlekraftwerke in der Warteschleife für eine Genehmigung stehen. Natürlich wird sich auch zwangsläufig infolge der Zeit die erneuerbaren Energie ausbreiten, jedoch wohl kaum in der zu erwartenden Steigerung, welche notwendig wäre, um den verlorenen Atomstrom zu kompensieren. Wobei ganz grundsätzlich die Frage gestellt werden muss, ob eine Kompensation notwendig ist, produziert Deutschland doch um Längen mehr Strom, als es selbst benötigt. Ein Auge auf die Umwelt anstelle von Stromverkäufen wäre wohl wünschenswert.

Schärfere Maßnahmen insbesondere durch den Atomausstieg

Deutschland hat, zusammen mit lediglich einer Handvoll Ländern auf der ganzen Welt, eine Vorreiterfunktion, was das Umsetzen von Energiesparmaßnahmen betrifft, sei dies nun durch Dämmverordnungen oder Fördermaßnahmen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass der Anteil an regenerativer Energie im Vergleich beispielsweise zu derjenigen, welche nach wie vor aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, gering ist. Für das globale Problem sogar kaum erwähnenswert. Besonders nach dem beschlossenen Atomausstieg, welcher ein wichtiger und positiver Schritt ist, muss die Umsetzung schneller vorangetrieben werden!

8. Juni 2011

Solardusche | Im Sommer ganz einfach Energie sparen

Filed under: Arten der Energiegewinnung — Max @ 08:14  Tagged , ,

Die solare Wassererwärmung mittels Kollektoren für das Brauchwasser im Sommer ist in aller Munde und, zum Beispiel in Kombination mit einer Gasheizung beim Neubau, sogar Vorschrift. Aber die Solardusche gibt es auch einfacher.

Mit der Solardusche den Sommer nutzen

Etwas einfacher und direkter als mit den Solarkollektoren auf dem Dach, Speicher und weiteren technischen Komponenten geht es mit der Solardusche für den Garten. Sie wird von unzähligen Herstellern und in noch mehr Variationen angeboten. Ihr Prinzip ist jedoch im Grunde genommen immer dasselbe, mag die Optik noch so variieren. In einem Speicher wird nämlich Wasser mittels Sonnenergie erwärmt und dann mit Kaltwasser auf die entsprechend gewünschte Themperatur vermischt. Meistens wird dafür ein schwarzer und röhrenförmiger Tank verwendet, da dieser die Hitze anzieht und durch die Form das Wasser verteilt ist, sodass es sich schnell erwärmen kann. Was man nicht glauben wird, ist, dass mit einer solchen Füllung oft locker 5 Duschvorgänge genossen werden können, bis die Dusche wieder Zeit braucht um neues Wasser aufzuheizen.

Was eine Solardusche kostet

Als einfachste käufliche Ausführung wird ein schwarzer Kunststoffsack als Solardusche angeboten, welcher schon ab etwa 5 Euro erhältlich ist, jedoch natürlich bei weitem nicht so komfortabel wie eine richtige Dusche. Duschen im klassischen Sinn gibt es von teils namhaften Unternehmen ab etwa 100 Euro, wobei es auch Modelle für 300 Euro und noch mehr gibt.

Es geht auch einfacher bei der Solardusche

Doch die Solardusche ist natürlich keine Erfindung der Klimaerwärmung und der regenerativen Energienutzung, sondern sie gibt’s es schon sehr lange. Bekannteste und noch immer genutzte Variante ist der geschlaufte Gartenschlauch auf dem Dach der Garage oder dergleichen. Mehr Komfort bringt er in Kombination mit einer Duschstange für den Gartenbereich, wie sie in jedem Baumarkt erhältlich ist. Aber Vorsicht: Hierbei besteht erhebliche Verbrühungsgefahr! Mehr dazu findest du hier.

1. Juni 2011

Renovatio in Rumänien | Geplante Großanlage

Filed under: Neuigkeiten — Max @ 07:23  Tagged

Das auf der griechischen Insel Zypern beheimatete Solarunternehmen Renovatio plant in Rumänien ein solares Großprojekt. Das südosteuropäische Land bietet in weiten Landesteilen Sonne satt und eignet sich somit hervorragend für eine solare Expansion.

Das Projekt von Renovatio in Rumänien

Bei der von Renovatio in Rumänien geplanten Anlage soll eine Gesamtleistung von 55 Megawatt erzielt werden, also alles andere als eine kleine Angelegenheit. Bis 2013 soll sogar eine Leistung von 75 Megawatt durch Anlagen von dem Unternehmen angezielt werden.

Renovatio in Rumänien alleine am Werk

Renovatio ist in Rumänien derzeit das einzige Unternehmen an der dortigen Strombörse, welches Solarstrom anbietet. Gegenwärtig wird dieses Angebot durch eine Anlage in Singureni im Bezirk Giurgiu mit einer Leistung von 1 Megawatt gedeckt, welche eben erst vor einigen Monaten fertiggestellt wurde. Eingesetzt werden hauseigene Module, die neben Rumänien auch den Markt in Polen, Italien, Portugal und Bulgarien beliefern. Neben der bestehenden und geplanten Anlage befinden sich auch noch zwei Windkraftanlagen mit Leistungen von 90 und 138 Megawatt von Renovatio in Bauvorbereitung.

Renovatio wartet in Rumänien ausstehendes Gesetz ab

Derzeit wartet jedoch Renovatio in Rumänien noch auf den Abschluss des Gesetzes für die Förderung von regenerativen Energien. Das rumänische System zur Vergütung wird mittels Zertifikaten funktionieren, welche pro eingespeistes Megawatt Strom an die Erzeuger vergeben werden und wie Wertpapiere gehandelt werden können. Jedes dieser Zertifikate wird einen Wert von 27 bis 55 Euro haben und pro Megwatt Strom werden wohl etwa sechs Stück ausgegeben werden. Gehandelt werden diese Zertifikate dann an einer eigens hierfür erschaffenen Börse. Das Prinzip ist demjenigen in Polen sehr ähnlich. Einen interessanten Artikel über Solares aus Rumänien findest du auch hier.

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