Solaranlage oder Biogas
Auf den Dächern der Häuser in immer mehr Städten werden Solaranlagen montiert. Während in Dörfern, wo eine große Mastanlage oder Milchviehanlage vorhanden ist, keine Solarzellen auf den Dächern zu finden sind.
Warum findet man in diesen Dörfern keine Solaranlagen?
Die Antwort liegt auf der Hand. Der Viehbetrieb betreibt eine Biogasanlage und erzeugt durch diese seinen benötigten Strom. Der überschüssige Strom wird in den zentralen Verteiler eingespeist und damit alle Haushalte in diesem Dorf versorgt.
So brauchen die Anwohner keine Solaranlagen auf ihre Dächer zu installieren. Sie sparen sich die Anschaffungskosten und werden trotzdem mit günstiger Energie versorgt.
Biogas auf dem Land
Da die Viehanlage das ganze Jahr über arbeitet, wird auch das ganze Jahr über Biogas erzeugt und kann bereitgestellt werden. Dazu wird der Mist und Dung der Tiere in eine große Anlage geleitet. Durch die Zersetzung der organischen Substanzen wird das Biogas erzeugt.
Auf diese Weise sind die Menschen nicht wetterabhängig wie bei den Solaranlagen und sind nicht auf die Sonne angewiesen. Ich habe das große Glück in einem Dorf zu wohnen, die eine Milchviehanlage mit 1300 Tieren betreibt. Der Geruch ist manchmal nicht angenehm, aber der günstige Strom, den ich seit vielen Jahren beziehe, macht alles wieder gut.
Solaranlagen in der Stadt
Da Erdöl und Erdgas nicht unerschöpflich sind und deshalb die Preise immer weiter nach oben steigen, greifen viele Menschen in den Städten auf alternative Energie zurück und lassen sich Solaranlagen auf die Dächer bauen. Ich persönlich finde die Solaranlagen, oder besser gesagt die Solarzellen sehen gar nicht so schlecht aus und ob sie auch das bringen, was sie versprechen, bleibt abzuwarten.
